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Schweizer Businesssoftware
Steueroptimierende Geschäftsstrukturen
Autor: Victor Freiermuth
Technologischer Fortschritt eingebunden in steuerrechtliche Konzepte senkt sowohl innerbetriebliche wie ausserbetriebliche, standortabhängige Geschäftskosten. Der organisatorische Aufbau der elektronischen Datenverarbeitung über eine Schweizer (Verwaltungs)Gesellschaft führt zu steueroptimierten Geschäftsstrukturen.

Veränderte Rahmenbedingungen
Bis vor wenigen Jahren war die internationale Steuerplanung respektive -optimierung international tätigen Unternehmungen vorbehalten. Wesentliche Gründe dafür waren insbesondere:

- Komplexe kostenintensive Informations- und Kommunikationsstrukturen
- Multinationale Marktbearbeitung ermöglichte zentrale, nach steuerlichen Faktoren gewählte Verwaltungsstruktur

In den letzten Jahren sind die Preise in allen Bereichen der Informationsverwaltung (Informationsübertragung/Hardware/Software/usw) dramatisch eingebrochen. Neben einer weltweiten Konkurrenz ist eine enorme Überkapazität dafür verantwortlich.

Der zweite Grund ist durch den technologischen Fortschritt, vorab die Internettechnologie, ebenfalls überholt. Eine Vielzahl von lokalen Anbietern von Gütern und Dienstleistungen sind nicht weiter an nationale Grenzen gebunden und stehen damit mit multinationalen Anbietern in direkter Konkurrenz. Um so mehr sind auch kleinere Unternehmungen von wettbewerbsfähigen Gesellschaftsstrukturen abhängig.

Steuerliche Anknüpfungspunkte und technologischer Fortschritt
Jeder Staat kennt seine eigenen Gesetze und Verordnungen über das Steuerwesen. In den letzten Jahren wurde es für die einzelnen Staaten immer schwieriger, die bestehenden und zum Teil auch neuen gesetzlichen Vorschriften über die staatliche Steuererhebung durchzusetzen. Gründe dafür sind in der zunehmenden Mobilität verschiedener Produktionsfaktoren, des Kapitals, der Arbeit und insbesondere der Informationsverarbeitung, zu suchen. Kaum sind neue Vorschriften erlassen, sind diese durch die rasante technologische Entwicklung überholt. Dennoch - und diese Regeln gelten seit Jahren - sind im Rahmen von überstaatlichen Organisationen (OECD) Abkommen mit entsprechenden Auslegungsregeln erlassen worden, wie grenzüberschreitend tätige Unternehmungen besteuert werden sollen.

Diese sehen insbesondere vor, bei Besteuerungskonflikten jenem Staat das Besteuerungsrecht zu zuweisen, in welchem die Unternehmung die wichtigsten unternehmerischen Funktionen leitet beziehungsweise vollzieht.

Die neusten technologischen Errungenschaften tragen wesentlich dazu bei, den steuerlichen "Unternehmensmittelpunkt" unter Einhaltung obenerwähnter Prämisse an kostengünstigere Standorte zu begründen, beziehungsweise zu verlegen.

Internet und modulare Businesssoftware
Die Internettechnologie in Kombination mit modernster Businesssoftware eröffnet für kleinere und mittlere Unternehmungen vollständig neue Dimensionen. Einerseits kann der steuerliche Mittelpunkt (neu) definiert werden und andererseits lassen sich die Kosten für die Verwaltung der elektronischen Datenverarbeitung senken.

Die Businesssoftware ist modular aufgebaut, was dazu führt, dass der Unternehmer nur jene Module einzusetzen braucht, welche seinen betrieblichen und branchenspezifischen Anforderungen Rechnung trägt. Das Kernmodul besteht aus der Finanzbuchhaltung, welches um weitere Module (Verkauf/Ein-kauf/Lager/Lohn/Debitoren/Kreditoren/usw) erweitert werden kann. Die elektro-nische Datenverwaltung erfolgt zentral. Die Eingabe, Bearbeitung und Ausgabe sämtlicher Daten und Informationen erfolgt dezentral, das heisst standort- und zeitunabhängig. So kann ein ausländischer Unternehmer via Laptop sämtliche elektronischen Prozesse eingeben, überwachen und zur Ausgabe freigeben. Ausser dem Laptop ist der ausländische Unternehmer an keine weitere IT-Struktur gebunden, da er diese nicht kauft, sondern nur mietet.

Ganzheitliche Unternehmenskonzepte
In den letzten Monaten haben verschiedene ausländische Unternehmer ihre rechtlichen, technologischen und betriebswirtschaftlichen Strukturen über eine Schweizer Gesellschaft organisiert, beziehungsweise aufgebaut. Detaillierte Analysen der verschiedenen Unternehmensprozesse dienen dabei als Grundlage. Spezialisten aus den 3 Bereichen Recht/IT/Betriebswirtschaft sind verantwortlich, dass optimale organisatorische Aufbau- und Ablaufstrukturen entstehen.

Von der Gründung der Gesellschaft bis zur operativen Tätigkeitsaufnahme verstreichen erfahrungsgemäss nicht mehr als 3 Wochen. Die Benutzung der Softwareapplikationen ist äusserst bedienungsfreundlich. Bereits nach rund 5 Schulungsstunden ist der Unternehmer in der Lage, die Applikation zu bedienen und somit die wichtigsten elektronischen Informationsprozesse orts- und zeitunabhängig zu verwalten. So kann zum Beispiel der Aufbau eines Internetshops über eine Schweizer Unternehmensstruktur vorgenommen werden. Die Anwesenheit des Shop-Betreibers am rechtlichen Sitz der Unternehmung (Schweiz) ist dabei nicht erforderlich, da sämtliche Kommunikationsabläufe (Telefon/Fax/Internet) elektronisch direkt an seinen ausländischen Standort übermittelt werden. Sämtliche Logistikprozesse - von der Bestelleingabe, Lieferung bis zur Rechnungsstellung - werden somit über die Schweiz verarbeitet und je nach Bedürfnis auch physisch über die Schweiz abgewickelt. Die physische Abwicklung - zum Beispiel der Lieferungsvorgang - muss jedoch nicht direkt über die Schweizer Gesellschaftsstruktur erfolgen. Ohne Beizug von ausgewiesenen Steuerrechtsspezialisten ist der Aufbau solcher Lösungen nicht möglich. Damit der ausländische Unternehmer in den Genuss der tiefen Schweizer Steuerbelastung kommen kann, müssen sämtliche vertraglichen und gesellschaftsrechtlichen Vereinbarungen steuerrechtliche Normen erfüllen.

Die Wartung und die Datensicherheit wird von Drittunternehmungen gewährleistet. Somit kann sich der Unternehmer auf seine Kernkompetenzen konzentrieren und wird mehrheitlich von administrativen Aufgaben befreit. Je nach steuerlicher Ausgestaltung fällt die fiskalische Belastung unter 5 % des Gewinnes vor Steuern. Weitere Kosteneinsparungen werden im Bereich der elektronischen Datenverarbeitung erzielt. Einerseits fallen keine Investitionskosten an, da der Unternehmer die Software nur mietet und andererseits müssen keine internen Fachkräfte für die Wartung und Sicherung der Software respektive der Datenbestände angestellt werden. Je nach Unternehmensgrösse sinken die Informatikkosten mit dieser Lösung um über 50 %.

Schlussfolgerung
Die Internationalisierung der Märkte durch neue Technologien eröffnen klein- und mittelgrossen Unternehmungen ungeahnte Chancen, jedoch auch entsprechende Risiken. Eine geographische Ausweitung des Absatzmarktes ist als Chance zu werten. Gleichzeitig drängen aber neue Konkurrenten auf den eigenen Markt, welche durch günstigere Kostenstrukturen wettbewerbsfähiger sind. Die Suche nach bestmöglichen Unternehmensstandorten und damit die Schaffung von kostenoptimalen Unternehmensstrukturen wird je länger je wichtiger. Die Schweiz mit ihrer zentralen Lage in Europa, mit einer kulturellen und sprachlichen Vielfalt sowie mit äussert attraktiven steuerlichen Rahmenbedingungen bietet für neue Unternehmenslösungen bestmögliche Voraussetzungen. Die Realisierung kostenoptimierter grenzüberschreitender Geschäftsmodelle verlangt eine ganzheitliche Betrachtungsweise, welche betriebswirtschaftliche, rechtliche und technologische Abläufe und Strukturen optimal aufeinander anpassen.



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Swiss Enterprise Solutions AG
Victor Freiermuth - Betriebsökonom FH,
Dr. Thomas Christen - Wirtschaftsanwalt
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